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„Deutsch-französische Begegnung“ 3. Konzert des Orgelfrühlings 2026

Wann?

Freitag, 24.04.2026
19:00 – 20:00 Uhr

Die ausgewählten Orgelwerke stellen gewissermaßen eine Deutsch-französische Begegnung auf musikalischer Ebene dar. Eine Besonderheit und gleichermaßen eine Rarität stellen Alexandre Guilmants Variationen über „Was Gott tut, das ist wohlgetan“ dar, denn innerhalb der französischen Orgelromantik war es völlig ungewöhnlich, sich einem explizit deutsch-protestantischen Kirchenlied zu widmen. Darüber hinaus umfasst das Programm u.a. Kompositionen von Maurice Duruflé (Orgel-Transkriptionen von Bach‘schen Choralbearbeitungen). 
Neben solchermaßen glückhaften Konjunktionen verschweigt die Werkauswahl nicht den konfrontativen Aspekt deutsch-französischer Vergangenheit: Den Schwerpunkt des Konzertes bilden die Trois Dances (Drei Tänze) von Jehan Alain, in dessen Leben sich die ganze Tragik der deutsch-französischen Geschichte spiegelt. Alain wurde 1911 bei Paris geboren und ist als Kradfahrer am 20.Juni 1940 an der Front des Zweiten Weltkriegs bei Saumur gefallen. Die Trois Dances sind sein größtes und wichtigstes Werk; sie stellen gleichsam sein musikalisches Testament dar. Die Orgelfassung der ursprünglich für Orchester entworfenen Tänze gab Alain wenige Tage vor seinem Tod einem Kurier mit nach Paris. Die Trois Dances, die von Ulrike von der Linden zu den Orgelklängen tänzerisch dargestellt und somit sinnfällig visualisiert werden, sind ein großes Triptychon über Leben und Tod. In den ersten beiden Sätzen werden die elementaren, menschlichen Grundbefindlichkeiten „Freude“ („Joies“) und Trauer („Deuils“) zunächst isoliert zum Ausdruck gebracht; dann – im dritten Tanz – kommt es zum „Kampf“ („Luttes“) der Gegensätze, der schließlich zu einer eindrucksvollen Schlussapotheose führt. Der Hörer muss für sich entscheiden, wie für ihn die Konfrontation ausgeht.

DIE KÜNSTLER:

  • Michael Schmidt hat neben seiner 35 Jahre währenden Tätigkeit als Organist in der ev.-luth.Kirche in St. Michael im Kampe, Detmold-Hiddesen, Auftritte im In – und Ausland, leitet preisgekrönte Chöre, wirkt als Sänger professionellen Vokalensembles und ist pädagogische an der Europaschule Stadtgymnasium Detmold tätig mit den Fächern Musik und Geschichte.
  • Ulrike von der Linden ist seit vielen Jahrzehnten Tänzerin und Choreografin in Detmold mitzahlreichen Projekten und Auftritten in Verbindung mit Livemusik und bildenden Künsten im In –und Ausland, mehrfach unterstützt durch öffentliche Förderungen für künstlerische Arbeit. AlsTanzpädagogin leitet sie Kurse und Workshops für Modern Dance und Authentic Movement.

Der Eintritt ist frei. Um Spenden wird gebeten.

Wo?

Martin-Luther-Kirche
Schülerstraße 12
32756 Detmold

Beschreibung

Die ausgewählten Orgelwerke stellen gewissermaßen eine Deutsch-französische Begegnung auf musikalischer Ebene dar. Eine Besonderheit und gleichermaßen eine Rarität stellen Alexandre Guilmants Variationen über „Was Gott tut, das ist wohlgetan“ dar, denn innerhalb der französischen Orgelromantik war es völlig ungewöhnlich, sich einem explizit deutsch-protestantischen Kirchenlied zu widmen. Darüber hinaus umfasst das Programm u.a. Kompositionen von Maurice Duruflé (Orgel-Transkriptionen von Bach‘schen Choralbearbeitungen). 
Neben solchermaßen glückhaften Konjunktionen verschweigt die Werkauswahl nicht den konfrontativen Aspekt deutsch-französischer Vergangenheit: Den Schwerpunkt des Konzertes bilden die Trois Dances (Drei Tänze) von Jehan Alain, in dessen Leben sich die ganze Tragik der deutsch-französischen Geschichte spiegelt. Alain wurde 1911 bei Paris geboren und ist als Kradfahrer am 20.Juni 1940 an der Front des Zweiten Weltkriegs bei Saumur gefallen. Die Trois Dances sind sein größtes und wichtigstes Werk; sie stellen gleichsam sein musikalisches Testament dar. Die Orgelfassung der ursprünglich für Orchester entworfenen Tänze gab Alain wenige Tage vor seinem Tod einem Kurier mit nach Paris. Die Trois Dances, die von Ulrike von der Linden zu den Orgelklängen tänzerisch dargestellt und somit sinnfällig visualisiert werden, sind ein großes Triptychon über Leben und Tod. In den ersten beiden Sätzen werden die elementaren, menschlichen Grundbefindlichkeiten „Freude“ („Joies“) und Trauer („Deuils“) zunächst isoliert zum Ausdruck gebracht; dann – im dritten Tanz – kommt es zum „Kampf“ („Luttes“) der Gegensätze, der schließlich zu einer eindrucksvollen Schlussapotheose führt. Der Hörer muss für sich entscheiden, wie für ihn die Konfrontation ausgeht.

DIE KÜNSTLER:

  • Michael Schmidt hat neben seiner 35 Jahre währenden Tätigkeit als Organist in der ev.-luth.Kirche in St. Michael im Kampe, Detmold-Hiddesen, Auftritte im In – und Ausland, leitet preisgekrönte Chöre, wirkt als Sänger professionellen Vokalensembles und ist pädagogische an der Europaschule Stadtgymnasium Detmold tätig mit den Fächern Musik und Geschichte.
  • Ulrike von der Linden ist seit vielen Jahrzehnten Tänzerin und Choreografin in Detmold mitzahlreichen Projekten und Auftritten in Verbindung mit Livemusik und bildenden Künsten im In –und Ausland, mehrfach unterstützt durch öffentliche Förderungen für künstlerische Arbeit. AlsTanzpädagogin leitet sie Kurse und Workshops für Modern Dance und Authentic Movement.

Der Eintritt ist frei. Um Spenden wird gebeten.

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