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Vom Bleiben und Gehen

Veränderungen im Kirchenvorstand

„Es sind verschiedene Gaben, aber es ist ein Geist.“
(1. Korinther 12,4) Mit diesem Satz des Apostels Paulus beginnt eine Lesung im Gottesdienst, wenn ein neues Mitglied im Kirchenvorstand eingeführt wird. Die Worte beschreiben auf hervorragende Weise, was dieses gemeindeleitende Gremium ausmacht. Gemeinsam mit den Pfarrern bilden 19 Frauen und Männer den Kirchenvorstand unserer Gemeinde. Vielfältige Gaben, Talente und Kenntnisse kommen hier zusammen. Was uns verbindet ist das Anliegen, Räume und Möglichkeiten zu schaffen, wo man Gott begegnen kann, Stärkung für das Leben erfahren kann und Gemeinschaft erleben kann. Und es ist der eine Geist (Gottes), der antreibt und trägt. In den monatlichen Sitzungen spüren wir diese Lebendigkeit Gottes, wenn wir Ideen und Herausforderungen beraten. Gut so!

Wechsel im Vorsitz

Und manchmal gibt es Veränderungen. Im Mai und Juni dieses Jahres war das der Fall. Nach vier Jahren habe ich das Amt des Vorsitzenden des Kirchenvorstandes turnusgemäß abgegeben. Diese vergangenen Jahre waren gefüllt mit vielen Themen, Projekten und Entscheidungen, die zu beraten waren. Um nur einige beispielhaft zu nennen: Stellenneubesetzungen im Bereich der Kita-Leitung, des Küsterdienstes und des Kantorendienstes, die erstmalige Einrichtung einer Stelle des Jugendreferenten, die Erstellung eines Präventionskonzeptes zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt, die Übernahme der alleinigen Trägerschaft des Hauses der Kirche, die Verabschiedung von Pfrn. Willwacher-Bahr in den Ruhestand und die damit einhergehende Neustrukturierung der Pfarrbezirke und der pastoralen Aufgaben, 39 prall gefüllte Kirchenvorstandssitzungen und weit über 100 Ausschusssitzungen, in denen noch vieles andere mehr beraten und auf den Weg gebracht wurde.   

Portrait Markus Schön
Portrait Markus Schön

Manchmal ziemlich herausfordernd! Und hier und da ist vor dem Hintergrund der Fülle der Aufgaben sicher im Bereich der Seelsorge und Verkündigung dann auch etwas auf der Strecke geblieben, was mich selbst sehr schmerzt und oft ein schlechtes Gewissen hervorgerufen hat.  Dennoch bin ich dankbar, mit den „Geschwistern in dem einen Geist“ diese Aufgaben nach bestem Wissen und Glauben wahrgenommen zu haben.

In seiner Sitzung am 07. Mai 2026 hat der Kirchenvorstand Markus Schön zu meinem Nachfolger gewählt. Über die Arbeit im Vorstand der Stiftung unserer Gemeinde ist er dem Kirchenvorstand lange vertraut. Im Juni 2024 ist er Mitglied im Kirchenvorstand geworden.  Neben dem Einarbeiten in die vielfältigen Themen lag der Schwerpunkt zunächst in der Mitarbeit im Finanzausschuss der Gemeinde und schließlich in der Leitung dieses Gremiums. Nun hat sich Markus Schön bereit erklärt, das Amt des Vorsitzenden des Kirchenvorstandes zu übernehmen. Seine Kompetenz nicht nur in Finanzangelegenheiten, sondern auch in der Entwicklung von klaren und effektiven Organisationsstrukturen wird uns helfen, die Kirchengemeinde für die Herausforderungen in einem sich schnell verändernden Umfeld gut aufzustellen. Als Unternehmer wird er dieses Amt ehrenamtlich neben seinem Beruf ausüben. Diese bringt die eine oder andere Umstellung in der Durchführung der Gemeindeleitung mit sich. Unterausschüsse werden eine höhere Kompetenz bekommen.

Ich danke Markus Schön sehr für die Übernahme dieser Verantwortung, die mit einem hohen Zeitaufwand verbunden ist, und wünsche ihm Gottes Segen für diese Aufgabe. 

Ich selber werde als stellvertretender Vorsitzender Markus Schön einen Teil der Aufgaben im Präsenzbereich des Gemeindelebens und der Mitarbeiterbegleitung abnehmen.

Abschied von Friederike Miketić

Seit dem April 2008 hat Friederike Miketić maßgeblich das Leben der Gemeinde mitgestaltet. Und das im wahrsten Sinne des Wortes: Durch die Mitarbeit in den Ausschüssen, die sich unter anderem mit Gestaltungsfragen befassen, hat sie als gelernte Kunsthistorikerin wesentlich dazu beigetragen, dass unsere Kirchen, die beiden Gemeindehäuser und die Kita Senfkorn ihr heutiges Aussehen haben. Die Neugestaltung des Kirchplatzes neben der Martin-Luther-Kirche im Jahr 2017 zu einem einladenden Treffpunkt für Gemeindeglieder, Besucher und Passanten trägt ganz wesentlich ihre Handschrift. „Kirche“ mit ihren Angeboten und den Räumen einladend zu formen und zu leben, hatte sie sich zur Aufgabe gesetzt. Das heutige Aussehen des Gemeindebriefes ist ein weiteres Zeugnis dafür. Die Entwicklung des Hauses der Kirche im Ortsteil Herberhausen mit seinen diakonischen Angeboten hat sie seit Beginn ihrer Tätigkeit vorangebracht. Immer ein offenes Ohr für die haupt- und ehrenamtlich Tätigen in der Kirchengemeinde zu haben, den Gedanken- und Ideenaustausch und die Vermittlung von manchmal auseinandergehenden Ansichten haben viele sehr geschätzt. So sind es am Ende nicht mehr zählbare Stunden geworden, die Friederike Miketić im Gemeindebüro und Gemeindehaus verbracht hat. Im Mai dieses Jahres ist sie aus dem Kirchenvorstand ausgeschieden, um für ihre Mitarbeit in der Synode und dem Landeskirchenrat unserer Landeskirche in herausfordernder Situation genügend Zeit und Kraft zu haben. Dafür wünschen wir ihr viel Kraft und Gottes Segen.

Friederike Miketić
Friederike Miketić

Mit großem Dank schauen wir als Kirchenvorstand zusammen mit vielen anderen Mitarbeitenden auf ihren unermüdlichen Einsatz in unserer Kirchengemeinde.

Am Sonntag, 8. November 2026, um 10:00 Uhr werden wir Friederike Miketić im Gottesdienst in der Martin- Luther-Kirche Danke sagen. 

Begrüßung von Elena Jakobson 

In seiner Sitzung am 11. Juni 2026 hat der Kirchenvorstand für die vakant gewordene Stelle Frau Elena Jakobson nachberufen. Elena Jakobson ist seit vielen Jahren mit unserer Kirchengemeinde verbunden. Konfirmiert in der Dreifaltigkeitskirche war es die Arbeit im Haus der Kirche, die dann auch die Überzeugung wachsen ließ, dass diese Kirchengemeinde genau die richtige für sie ist. Als Mutter von drei Kindern und berufstätig als Stationsleitung im Gynäkologischen Krebszentrum und Brustzentrum im Uniklinikum Lippe ziemlich gut beschäftigt, hilft Frau Jakobson trotzdem seit vielen Jahren in der Gemeinde bei der Organisation von Veranstaltungen. Mit der Berufung in den Kirchenvorstand übernimmt sie nun Verantwortung für die Gesamtgemeinde. Der Kirchenvorstand ist dankbar für diesen Schritt. 

Am 14. Juni ist Elena Jakobson im Abendmahlsgottesdienst in der Dreifaltigkeitskirche in ihr Amt eingeführt worden. Wir wünschen ihr ein gutes Ankommen in diesem Gremium, Freude in der Organisation der zukünftigen Ausrichtung der Gemeinde, Geduld, wenn eine Entscheidungsfindung mit gutem Ergebnis mal Zeit braucht und Gottes Segen. Herzlich Willkommen Elena Jakobson!

In neuer Zusammensetzung, mit Zuversicht und im Vertrauen auf die Begleitung des tragenden Geistes Gottes geht der Kirchenvorstand nun die vor ihm liegenden Aufgaben in der zweiten Hälfte der aktuellen Legislaturperiode an. 

Lars Kirchhof

Elena Jakobson

Die Mail zum Sonntag

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