Sind Sie noch auf der Suche nach einem persönlichen Weihnachtsgeschenk aus regionaler Produktion? Ab sofort ist Detmolder Musik aus unserer Martin-Luther-Kirche auf CD verfügbar.
Nachdem Matthias Weiß (Posaune) und Max Jenkins (Orgel) das Detmolder Publikum schon mehrfach mit ihrem ungewöhnlichen Duo-Programm begeistert haben, kann man sich die Musik nun mit nach Hause nehmen. Das Album „Friedensklänge“ wurde von unserem Kirchenvorstand Friedrich Wilhelm Rödding mit Jenkins und Weiß an unserer schönen Paschen-Orgel aufgenommen und ist ab sofort in den lutherischen Gemeindebüros wie auch im Haus der Musik für 10 EURO erhältlich.
Die Bitte um den Frieden ist seit jeher Teil des christlichen Gebets. Dieses Thema hat erschreckende Aktualität gewonnen. Der christliche Pazifismus von heute ist weit mehr als nur unkritischer Idealismus – er bewegt sich im Spannungsfeld komplexer ethischer und politischer Fragen. Das Album „Friedensklänge“ greift diese Gegensätze auf und zeichnet mit einer breiten Palette musikalischer Ausdrucksformen den Dialog zwischen Harmonie und Widerspruch nach.
Schon die kontrastreiche „Fantasia“ von John Glenesk Mortimer setzt durch die ihr innewohnende Gegensätzlichkeit verschiedener Stile und Affekte den Ton. Der Zusammenhang von Harmonie und Widerspruch wird insbesondere auch in den bi-harmonischen Dialogen der Werke von Harald Genzmer, Zoltán Gárdonyi und Simon Becking hörbar. Das gesamte Album „Friedensklänge“ lebt von einem gegensätzlichen Miteinander klassisch Dur-Moll-tonaler und bi-/a-tonaler Musikstücke, einer teils harmonischen, teils dissonanten Mischung. Auch die Stücke, die auf den ersten Blick mehr Harmonie als Widerspruch enthalten, sind nicht ausschließlich idyllische Elysien im dur-moll-tonalen Stil. Zwei weiteren zeitgenössischen Stücke, „Elegy“ von Mathias Rehfeldt und „The Dreamdance“ von Evelyn Klaunzer, bilden in ihrem New Classic Stil träumerische Sphären ab. Klaunzers Stück ähnelt dabei dem neoklassischen „Dona nobis pacem“ des ungarischen Komponisten Frigyes Hidas, wohingegen die melancholisch-düsteren Klänge der Komposition von Rehfeldt mehr der Regerschen „Romanze“ ähneln. Neben der Darstellung äußerlichen Friedens wagen Stücke, die im Topos Gebet zu verorten sind, den Blick nach innen, wie z. B. die „Andacht“ von Merkel oder Lindbergs „altem Fürbitt-Psalm aus Dalarna“.
Auch wenn vielen der neu aufgenommenen Werke das Friedensthema nicht als direkte Inspiration zugrunde liegt, so bilden diese Musikstücke in vielfältiger Weise das unterschiedliche Harmoniebedürfnis in unserer Gesellschaft ab. Engagement für den Frieden im 21. Jahrhundert ist ein ständiger Kampf gegen das Unvermeidliche in einer Welt voller Widersprüche. Mit dem Album „Friedensklänge – zwischen Harmonie und Widerspruch“ wurden nicht nur viele neue Werke oder unbekannte Werke dem Publikum zugänglich gemacht – es lädt auf eine abwechslungsreiche Reise mit gegensätzlichen Stationen und überraschenden Klängen ein.
Das Album kann darüber hinaus auch in allen gängigen Music Stores (Spotify, iTunes, etc.) gestreamt werden.

