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Gemeindebrief Nr. 300 — Nur wer sich wandelt, bleibt sich treu.

Wie unsere Gemeindebriefe sich zu einem Gemeindebrief entwickelten und seit Ende der 1960er Jahre die Herzen und Briefkästen erobert haben.

„Damals war’s…“ – Ein Blick zurück

Wissen Sie noch, wie teuer ein Porto 1970 war? 30 Pfennig! Und genau in dieser Zeit flatterte die allererste Ausgabe unseres Gemeindebriefs in die Häuser. Kein Farbdruck, kein Computer, kein schnelles Layout – sondern Schreibmaschine, Schere und Klebstoff. Die ersten Ausgaben waren nur eine Seite stark, getippt von der ersten Redaktion, die mit Herzblut und Tipp-Ex gegen Tippfehler kämpfte.

Titel Gemeindebrief Nr. 1 01.1980

Der Gemeindebrief war von Anfang an mehr als ein Informationsblatt.  Er war ein Stück Verbindung: für die, die jeden Sonntag in der Kirche saßen, und für die, die aus verschiedenen Gründen zu Hause blieben. Aus diesen ersten Informationsblättern entwickelten sich dann drei Gemeindebriefe, einer je Kirche. Es gab den Gemeindebrief der Dreifaltigkeitskirche, der Versöhnungskirche und der Martin-Luther-Kirche. Einige Male gab es auch in den 70er Jahren einen gemeinsamen Brief: Zum Beispiel wurde die Ausgabe vom Advent 1974 von den Pfarrern Burckhardt, von Hören, Klose, Niekrens und Weßler unterzeichnet.

Sie halten jetzt die 300. Ausgabe des gemeinsamen Gemeindebriefs der drei bzw. später zwei Kirchen in den Händen. Seine Geschichte beginnt mit der Nr. 1 im Februar 1981.

Von Schreibmaschine zu Smartphone

Die Technik hat sich gewandelt, und mit ihr unser Gemeindebrief, wie ich beim Stöbern im Archiv schnell feststelle. Aus den ersten schwarz-weißen Seiten wurden nach und nach erst farbige Titelseiten, dann farbige Hefte, die nicht mehr mit Schere und Kleber, sondern am Computer gestaltet wurden. Während man in den 80ern noch mit der Schreibmaschine geschriebene Seiten mit kleinen
Grafiken zusammenklebte, gestalten wir ihn heute mit einem Layout-Programm und senden PDFs zur Druckerei.

Was mich beim Durchblättern erstaunt hat ist, dass lange Zeit das Einfügen von Fotos sehr schwierig und die Qualität gering war, wie man an der Vorstellungsseite von Pfarrer Erichsmeier sieht.

Pfarrer Erichsmeier stellt sich vor

Die Gemeinde ein Brief, die einen Brief schreibt

Schon die Anfänge des Christentums wurden von Briefen begleitet. Noch vor dem ersten Evangelium schrieb Paulus Briefe an die Gemeinden, die er gegründet hatte. Im zweiten Brief an die Gemeinde in Korinth verwendet er für die Gemeinde das Bild eines Briefes, indem er schreibt: „Ihr seid ein Brief Christi. Es ist doch offenbar geworden, dass ihr ein Brief Christi seid – ein lebendiger Brief, geschrieben durch Gottes Geist.“ 

So sind wir, um im Bild zu bleiben, ein Brief Christi, der einen Brief schreibt, an Sie, liebe Leserinnen und Leser. Der Gemeindebrief schreibt immer wieder neu vom Glauben an Jesus Christus und seinen Wirkungen. Dabei sind die Gemeinde und die Formen, in denen sich der Glaube zeigt, einem ständigen Wandel unterworfen. Genauso wie die Technik zur Erstellung sich verändert hat. Der Glaube bleibt, aber die Post wandelt sich zeitgemäß.

Menschen hinter den Seiten

Wer hat das alles möglich gemacht? Dutzende Ehrenamtliche: Redakteurinnen und Redakteure, die Themen sammelten, Fotos machten, Texte tippten. Austrägerinnen und Austräger, die bei Sonne, Schnee und Regen unterwegs waren. Ohne sie gäbe es keinen Gemeindebrief.

Eine ehemalige Austrägerin sagte mir:

„Manchmal habe ich mein Fahrrad auf vereisten Wege geschoben – mit einem Stapel Gemeindebriefe im Korb. Aber ich habe unterwegs so viele Menschen getroffen, dass ich nie frieren musste – vor lauter Plaudern.“

Lieblingsrubriken und Klassiker

Von Anfang an gab es Themen, die einfach dazugehören: früher die Geburtstagsliste, der Gottesdienstplan, Berichte aus der Kinder- und Jugendarbeit. Später kamen Interviews, Andachten und Jahresthemen hinzu, wie zuletzt „Kraftquellen“. Die Jubiläen der Chöre, der Kirchen und der Gemeinde wurden gefeiert und über die Bedeutung der liturgischen Farben berichtet. Ein Bericht über Pfarrer Iglhaut sorgte für überraschende Gratulationen zu seinem Geburtstag.

300 Ausgaben – ein Grund zum Danke sagen

300 gemeinsame Ausgaben bedeuten 44 Jahre voller Geschichten, Glauben, Begegnungen. Sie sind nicht nur ein Stück Papier – sie sind ein Stück Gemeinde. Ein herzliches Dankeschön an alle, die mitschreiben, mitdenken, mittragen und austragen!

Gründung GospelX

Und wie geht’s weiter?

Bleibt es beim Papier? Auf der Webseite können Sie den Gemeindebrief schon zusätzlich lesen. Kommt in Zukunft der Gemeindebrief per App? Das ist noch nicht absehbar. Eines aber ist sicher: Solange es Menschen gibt, die die Liebe Christi bewegt, wird es Briefe aus der Gemeinde an die Gemeinde geben. Es wird immer einen Weg geben, Informationen, Gedanken, Freude und Glauben zu teilen – ob auf Papier, im Netz oder beides.

Björn Kruschke

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