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URL:https://www.detmold-lutherisch.de/termine/konzert-des-ensembles-horizo
 nte-im-rahmen-des-hoerfestes-2/
SUMMARY:Konzert des Ensembles Horizonte im Rahmen des Hörfestes
DESCRIPTION:\n\n\nNähere Informationen entnehmen Sie bitte unter www.ensem
 blehorizonte.de oder in der tagesaktuellen Presse.\n\n\n\nDer Eintritt ist
  frei. Um Spenden wird gebeten.\n\n\n\n17. Hörfest Neue Musik in Ostwestf
 alen-Lippe:\n\n\n\n&nbsp\;Aria\n\n\n\nDas 17. Hörfest Neue Musik möchte 
 im Jahr 2026 an eine sprachliche Doppeldeutigkeit anknüpfen\, die gewiss 
 nicht zufällig entstand und für die abendländische Musikauffassung prä
 gend wurde: das italienische „Aria“\, französisch/englisch „Air“\
 , steht sowohl für die Luft als auch für das Gesangsstück. Natürlich h
 at Singen\, wie auch das Spiel von Blasinstrumenten\, mit Atem und daher a
 uch mit Luft zu tun. Doch erscheint der bloße Hinweis auf den Luftaussto
 ß für den Charakter eines Musikstücks geradezu provokativ unterbestimmt
 . Die Opernarie ist augenscheinlich mehr als „heiße Luft“\, gar eine 
 „Luftnummer“. Indes\, der Atem und die Luft stehen seit altersher auch
  sinnbildlich für das Leben und insbesondere die Seele. Der Lebenshauch\,
  die Psyche\, ist Grundlage des Lebens\, der Tod das Aushauchen der Seele.
  So betrachtet rühren Atem und Luft an das Wesen menschlicher Existenz un
 d demgemäß würde die „Aria“ geradezu das Innere der Seele nach auß
 en tragen.\n\n\n\nEs ist interessant in diesem Zusammenhang einen Blick au
 f Schlüsselwerke der Moderne zu werfen: Als Wendepunkt hin zur Atonalitä
 t und somit zur Moderne gilt Schönbergs Streichquartett fis-moll (1907/08
 ). Im Schlusssatz wird ein George-Gedicht vertont\, das mit den Worten „
 Ich fühle Luft von anderem Planeten“ beginnt. Luft ist auch das Grundth
 ema in Ligetis Komposition „Atmospheres“ (1961). Der gewaltige Orchest
 erapparat scheint hier förmlich zu atmen. – Solche Phänomene liefern d
 as Motiv\, einmal der Frage nachzugehen\, wie sich das Verhältnis von Luf
 t\, Atem\, Gesang und Musik im Allgemeinen in der Gegenwart darstellt.\n\n
 \n\nIst so etwas wie Kantabilität eine ästhetische Option für Komponist
 en im 21. Jahrhundert? Welche Rolle spielt der Atem\, der ja traditionell 
 die Phrasengliederung bestimmte? Inwiefern bieten die Geräusche des Atmen
 s selbst ein neues ästhetisches Vokabular für die Musik der Gegenwart? 
 – Natürlich läge es nicht fern\, diesen Fragen ausschließlich anhand 
 von Vokalmusik und Werken für Blasinstrumente nachzugehen. Genau das soll
  aber vermieden werden. Denn der Atem als Grundkonstante des Lebens bestim
 mt jede musikalische Aus­drucksform\, soweit Menschen dabei involviert si
 nd. Insofern sind Beiträge von der reinen Geräuschkomposition bis zum sc
 hlichten Lied\, vom Streichquartett bis zum A-Capella-Chor beim 17. Hörfe
 st willkommen.\n
CATEGORIES:Musik, Film, Kunst und Kultur
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