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Kammerkonzert mit Werken von Maurice Ravel und Olivier Messiaen

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Wann?

Sonntag, 18.06.2017
18:00 – 19:15 Uhr

Wo?

Martin-Luther-Kirche
Schülerstraße 12
32756 Detmold

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Beschreibung

Maurice Ravel

Klaviertrio a-Moll (1914)

  1. Modéré
  • Pantoum, Assez vif
  • Très large
  • Animé

Dieses Stück, das einzige von ihm komponierte Klaviertrio, schrieb Ravel im Sommer 1914, gleich nach Ausbruch des Krieges. Obwohl tief aufgewühlt und voller trüber Ahnungen findet sich in dieser „ eher heiter und gelösten “ Musik nichts davon.

Kleine Pause

Olivier Messiaen

„Quatuor pour la fin du temps“ – Quartett für das Ende der Zeit –

Zugegeben, der Titel ist etwas sperrig. Dieses Quartett wird aber als ein Schlüsselwerk der modernen Musik bezeichnet.

Das Werk erklang zum ersten Mal im Januar 1941 in einem deutschen Kriegsgefangenenlager in Görlitz, wo Messiaen als französischer Soldat bis 1942 festgehalten wurde. Trotz widriger Bedingungen          –Kälte, Hunger, Krankheiten, Enge –, aber auch unter Duldung und Mithilfe der Lagerleitung komponierte Messiaen dieses Stück für Klavier, Geige, Cello und Klarinette. Die ungewöhnliche Instrumentierung beruhte auf dem, was vorhanden war: Ein Klavier, bei dem die Tasten hängen blieben, und ein Cello, das nur drei Seiten hatte. In acht Sätzen beschreibt er nun nicht etwa das schicksalhafte Elend der trostlosen Lagerhaft, nein, er befasst sich mit der Zeit, inspiriert durch die Offenbarung des Johannes 10,1-7: Und ich sah einen anderen starken Engel vom Himmel herabkommen, mit einer Wolke bekleidet…….

Die acht Sätze charakterisiert Messiaen später in etwa so:

  • Der erste Satz „Liturgie in Kristall“ beschreibt das Erwachen der Vögel mit ihren improvisierenden Melodien.
• Im zweiten Satz „Vokalise“ wird ohne Worte die Macht und Stärke des herab- steigenden Engels erzählt. • Der dritte Satz „Abgrund der Vögel“ beschreibt in einem Klarinetten-Solo nach Angaben des Komponisten den Abgrund als die Zeit der Traurigkeit und Müdigkeit. Die Vögel stellen das Verlangen nach Licht, Sternen, Regenbögen und jubilierenden Stimmen dar. • Der vierte Satz „Intermezzo“ ist eher ein Scherzo, aber klanglich mit den anderen Sätzen verbunden. 
• Im fünften Satz „Lobpreisung der Ewigkeit Jesu“ wird in einem Klavier/Cello- Duo unendlich langsam Liebe und Ehrerbietung zu Jesus ausgebreitet.
 • Der sechste Satz „Tanz des Zorns für die sieben Trompeten“ soll die Posaunen der Apokalypse mit einem „schrecklich“ endenden Fortissimo wiedergeben. • Im siebten Satz „Wirbel oder Gewirr von Regenbögen für den Engel, der das Ende der Zeit ankündigt“ werden Töne zu Formen und Farben. Schwerter aus Feuer und Lava umkreisen sich. • Der achte Satz ist eine „Lobpreisung der Unsterblichkeit Jesu“ auf das Wort, das Fleisch geworden ist. Nur Klavier und Violine beschreiben die Unendlichkeit oder den Stillstand der Zeit.

Ein Bezug zu Detmold besteht insofern, als nach einer Mitteilung der Stiftung Sächsische Gedenkstätten „die Aufführung des Stücks durch den wohlwollenden Lagerkommandanten Franzpeter Goebels ermöglicht wurde, der später als Konzertpianist und Klavierprofessor an der Nordwestdeutschen Musikakademie (heute Hochschule für Musik) Detmold bekannt wurde“.

Die Ausführenden

Eugenia Ottaviano

Die italienische Violinistin ist als Kammermusikerin Preisträgerin zahlreicher bedeutender Wettbewerbe,

insbesondere mit dem von ihr geleiteten Alindequartett. Sie konzertiert regelmäßig als Kammermusikerin und Solistin im europäischen Raum

Yan Vaigot 

Der französiche Cellist arbeitete

als Solist mit  namhaften Dirigenten

zusammen. Seine besondere Liebe

gilt aber der Kammermusik.

Neben seiner regen Konzerttätigkeit

unterrichtet er  an verschiedenen Instituten.

Hans-Joachim Büsching

aus Bielefeld Ist Soloklarinettist im

Beethovenorchester Bonn.

Als Kammermusiker und Solist

tritt er auch in Westfalen oft auf.

Alberto Carnevale Ricci

aus Mailand hat u.a.  in Detmold

studiert und hier sein Konzertexamen

gemacht. Sein Repertoire umfasst die

klassische, romantische Kammermusik.

Besonders befasst er sich mit Neuer Musik,

die er in unterschiedlichen Formationen

mit zur Aufführung bringt.

Eintritt frei, Spenden erbeten


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